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Am Sonntag, dem 11.10.2015 war es endlich soweit: Bei Sonnenschein und immerhin 4°C startete der Essener Marathon zweimal rund um den Baldeneysee.

Kurz vor 10:00 Uhr am Start: Alle LC’ler wünschten sich untereinander einen schönen Lauf und alles Gute. Kurz darauf standen wir mit den Brems- und Zugläufern vor der Startlinie und warteten auf den erlösenden Startschuss… - und das bei den bereits erwähnten „knackigen“ 4°C in kurzer Hose und T-Shirt bzw. dem Original-LC-Leibchen. Da standen einem wirklich die Frostpickelchen senkrecht ab!

 

Verschiedene Gedanken gingen uns dabei durch den Kopf:
- Sind meine neuen Laufschuhe auch ausreichend eingelaufen? Immerhin habe ich bereits 2 kurze Läufe mit insgesamt 14 Kilometern darin absolviert.
- Muss es so sein, dass die Beine schon vor dem Start am Boden kleben?
- Habe ich die Trinkflaschen auch richtig verteilt? KM 17, 30, 35 – oder war es km 17, 21, 30 – Sch…
- Wie viele Kilometer brauche ich, bis ich warm gelaufen bin?
- Warum sehen viele Läufer um uns herum so ernst aus?

Dann der erlösende Startschuss:
Zusammen mit den Brems- und Zugläufer ging es in einem moderaten Tempo los. Sicherlich lag es auch an den kalten Temperaturen, dass keiner wie Asterix los düste, sondern erst einmal mit Warmlaufen beschäftigt war und Leben in die Füße sowie Wärme in die Frostbeulen bringen musste.
Bei Km 5 bis 6 war es dann soweit – der „Motor“ war endlich warmgelaufen! Ab jetzt konnten wir den Lauf und die herrliche Kulisse genießen. Dazu die Sicht auf den See mit den vielen Segelbooten, den vielen LC’ler an der Strecke (u.a. Frank und Nicole Zimmermann, Katrin Arnold, Claudia Hommes) und den Haus- und Hoffotografen des LCs sorgten für super Stimmung.

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Bei km 13 - die Stichstraße: hier sah man die führenden Läufer – „auch die kochen nur mit Wasser“, kam mir da der Gedanke. In manchen Gesichtern sah man schon bei Km 16, dass der Lauf auch für sie nicht einfach ist. Kurz dahinter der führende LC‘ler: unser Burkard, mit dem wir vor 3 Wochen bereits supernett in Köln am Fühlinger See gelaufen sind. Das sieht gut aus und hier war Anfeuern angesagt.

Hinter der Wende kam das „große Hallo“ mit weiteren LC-Läufern. Zuerst mit Thomas Gading, der uns dicht auf den Fersen war. Wahrscheinlich nutzte er unseren Windschatten ;-)) … Auch Michael Junghänel war etwas vor seinen Tempoläufern. Das sah echt gut aus. Kurz dahinter kamen gut gelaunt u.a. Sonja, Adam, Elke, Inga, Thomas, Frank M., Iris, Frank Heydenreich mit Torsten Huth und nicht zu vergessen Markus Klingelhöfer als Bremsläufer in Begleitung zweier junger Mädels. Im Ziel behauptete er dann, es sei sein bisher schönster Marathon als Zug- und Bremsläufer gewesen.

Durch das Wiedersehen mit den LC’lern verging die Zeit wie im Fluge und die Strecke kam uns nur halb so lang vor. Nach Km 23 ging es in die zweite Runde. Hier waren wir bemüht, das Tempo konstant zu halten und etwas vor den Zug- und Bremsläufern zu laufen. Während wir in Gedanken versunken unser Tempo liefen, kam uns plötzlich ein „Geisterläufer“, und das ausgerechnet noch vom LC, entgegen. Andreas strahlte uns an und sah dabei so relaxt aus. Er hatte sich heute vorgenommen, das ganze Läuferfeld von vorne anzuschauen.

Als uns auf der Gegengerade der eisige Wind zunehmend stärker entgegenschlug, sind wir beiden „Weicheier und Frostbeulen“ in den Windschatten der Zug- und Bremsläufer zurückgefallen. Dort haben wir uns lieber mit dem herumtanzenden Luftballon herumgeärgert als uns dem eisigen Wind zu stellen.
Dann kam die Verpflegungsstation km 30 – und dort fand ich (Peter) meine Getränkeflasche nicht. Selbst als ich stehen blieb, konnte ich diese verflixte Flasche nicht finden. Schitt – weiterlaufen  - sonst ist die Gruppe gleich ganz weg. Und das hat Kraft gekostet, diese wieder einzuholen.
Ähnlich ging es mir (Annette) bei km 35: erst bekam ich meine Flasche nicht zu fassen, dann blieben plötzlich einige Läufer vor mir stehen, um Cola zu trinken. Auch hier musste ich mich an die Zugläufer heranarbeiten. Aber was tut „frau“ nicht alles, um dem Mann zu folgen.

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Die letzten Kilometer vor dem Ziel verliefen recht ruhig. Wir waren uns nun sicher, die angepeilte Zeit zu erreichen und freuten uns, einzelne Läufer, die sich zu früh abgesetzt hatten nach und nach einsammeln zu können. Vor der Tribüne und im Zielbereich tat es richtig gut, wieder von einigen LC’lern lautstark begrüßt zu werden. Dafür von uns nochmals: DANKE!
Im Ziel wartete Burkhard, der schnellste LC’ler, bereits seit einer Viertelstunde auf uns. Kurz danach kam Thomas Gading freudestrahlend und immer noch frisch wie am Start mit Bestzeit ins Ziel. Solange es die kühlen Temperaturen zuließen, begrüßten wir alle ankommenden LC’ler, die durchweg bester Laune waren.

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Danke auch an Marcus Kintzel: mit seinem Witz und zum Teil sarkastischen Humor hat er die Tempogruppe I super geführt und auf die bevorstehende Anstrengung vorbereitet. Selbst von Texel, seinem Urlaubsort, leitete er noch das Tempotraining und hielt akribisch den Leistungsstand nach. „Whats App“ sei Dank!

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Nun genießen wir die Regenerationsphase – denn wie heißt es so schön: Nach einem Marathon ist vor dem nächsten Marathon – in dem Sinne:

Annette und Peter Hausmann

Die Ergebnisse findet ihr wie immer hier, viele Bilder hier!