Joo- es ist an der Zeit, mal wieder einen kleinen Laufbericht zu schreiben....
Nach dem erfolgreich absolvierten Marathonkurs beim LC mit einem absolut gelungenen, überaus emotionalen Abschluss mit einer PUNKTLANDUNG beim Rhein Ruhr Marathon war klar.... LC DUISBURG- hier bin ich und hier bleib ich....

Regeneration... ?!? Joo - ganz wichtig!!!! ... fand in der Woche vor dem Mega-Laufwochenende mit Zoolauf und 10 km Runners Point Lauf statt. Die Form.... aufsteigend.... das Schnaufen laaaangsam nachlassend ...
Also- auf zu neuen Ufern, auf zu neuen ZIELEN... KÖLN sollte es sein, der Halbe.... ein Marathon im Jahr reicht ja schließlich.... gibt ja noch den Teutolauf und den Bottroper Herbstwaldlauf ... yeah ... einziges Ziel: dranbleiben, fit bleiben.... die Grundlage möglichst beibehalten....
Köln "nur" halb .... das Thema erledigte sich spätestens bei den Läufen mit diversen LC-lern die von ihren Plänen "Herbstmarathon" sprachen... also - UMMELDEN... Kölle ich komme.... und plötzlich hieß es wieder: MARATHONVORBEREITUNG - und die, ohne im Kurs an die Hand genommen zu werden.... Oha!!! Das Wetter.... wurde besser und besser, die Laufzeiten wurden auf 7 Uhr morgens verlegt... die Wochenenden bestanden aus 5 Uhr aufstehen, frühstücken .... und laufen in den unterschiedlichsten Gruppen-Konstellationen - schööööön ein LC-ler zu sein... Danke für die zahlreiche, abwechslungsreiche Unterstützung und Begleitung. Aber immer wieder Zweifel: Vorbereitung "alleine", eigene Planung und Organisation .... Formeinschätzung... Ziele stecken... Mäh, bäh.... aufn Arm!!!
Dann kam vor knapp 3 Wochen endlich die Phase, in der Zweifel keinen Raum mehr haben dürfen und die eigentliche Planung beginnt... alle fragen... und- was haste dir vorgenommen?! Ohne "tief stapeln zu wollen" hatte ich mir folgende Planung zurechtgelegt:
1) ankommen!!!!
2) unter 4 bestätigen wäre super!!
3) so schnell wie möglich, aber nicht vollkommen lebensmüde... (Anmerkung der Redaktion: uns ist eine Harakiri-Startegie zu Ohren gekommen ;-)
Samstag Abend stand der endgültige Plan - ich versuche ziemlich ambitioniert zwischen 5:20/5:30 zu laufen ...
Und nun beginnt mein eigentlicher Laufbericht "KÖLLE OLE": Sonntags morgens 4:30 in Deutschland.... AUFSTEHEN! Als Begleitung für meine Schwester Cordu und ihre Freundin Christina ging's nämlich bereits um 6:23 mit der Bahn Richtung Köln... Hiermit missachtete ich bereits einen Leitsatz: "gehen Sie möglichst ausgeschlafen an den Start!" ... Zwischen dem Start des Halben um 8:30 und meinem Start um 11:30 wollte ich frühstücken.
Bereits am Bahnhof trafen wir Inga & Thomas und 3 weitere LCler. Schööön. Der Zug hatte Verspätung, aber alles im Lack.
In Deutz dann Vorbereitung der beiden "HALBEN".... und gegen 8:45 gab's endlich Kaffee und Frühstück... Während der Wartezeit sind mir meine Füße fast weggefroren.... Im Bahnhof zog es wie Hulle und ich fing an zu hadern, ob meine Klamotten warm genug wären....
Dann endlich.... der Start. Die Frage, ob ich mich an einen Pacemaker hänge erübrigte sich direkt, denn der Block war so voll.... keine Chance.... Ich stand weit hinter dem 4 Std Ballon... Und während meine Uhr den Satelliten suchte und suchte und suchte und suchte... verkündete der Sprecher stolz... heute würde zeitig und schnell aus den Blöcken gestartet- keine langen Wartezeiten... während meine Uhr weiterhin in aller Ruhe den Satelliten suchte und suchte und suchte und suchte... Nee, ne?! Bäh. Und dann.... Ging's auch schon los. KEIN SATELLIT! Shit.... und während ich mich über den Fehler ärgerte und ärgerte absolvierte ich die ersten etwa 700 Meter... dann endlich... der Lauf konnte beginnen! Adrenalin - jo...war dann ziemlich ausreichend... Was ein Anfängerfehler.... Uhr zu spät angemacht... Hammer, aber war ja erst mein 2. Marathon

Die ersten 10 Kilometer viiiieeel zu schnell mit 5:14 aber keine Chance zu bremsen... Inga und Thomas hatten recht gehabt bei unserem letzten Läufchen ... die Euphorie in Köln zu bremsen ... fast unmöglich. Und so flog ich nahezu den Halbmarathon - immer im Hinterkopf: der Marathon beginnt bei Kilometer 30! Shit- ich wusste, das kann in die Hose gehen... Die Temporegulierung geschah dann ab Kilometer 25 langsam und stetig wie von selbst.... Beine bis zum platzen... Auweia! Aber... half nix... ich hab mich irgendwie bis Kilometer 30 "vorgearbeitet" - der Marathon konnte beginnen, denn meine Taktik war situationsbedingt kurzum geändert ... ab 32 geht's auf die letzten 10, 8 bis zum Rudolfplatz... haut schon hin.... Durchhalten. Der Kerl mit dem Hammer - Gott sei Dank hab ich ihn nicht getroffen, Krämpfe- ich hatte Glück-Fehlanzeige ... die Zeit... ab Kilometer 30 egal.... nur noch ankommen... möglichst "flüssig" durchlaufen und genießen was noch geht.
Im Ziel.... Fix und fertig und mit neuer PB von 3:46:50 stolz und supermegazufrieden... Der Einlauf ins Ziel am Dom: Gänsehaut!
Aber! Ich habe schon ein neues Ziel: ich möchte lernen mir das Rennen besser einzuteilen.... denn "Et hätt noch emmer joot jejange .... " - da will und kann ich mich nicht drauf verlassen.
Ich freue mich auf neue Ziele in toller Begleitung beim LC. Einer der schönsten der vielen lieben Facebook-Kommentare gestern war: "Aus der schnaufenden Läuferin,die ich beim LC-Marathonkurs kennengelernt habe,  ist eine echt schnelle Lady geworden.  Glückwunsch zu dieser Leistung !!!"
Ich fühle mich angekommen.... und bin mega-happy!!!
Daaaaanke LC DUISBURG - ich bin total froh, dass "wir uns gefunden haben"
GLÜCK auf!