Rekordsumme für den Geschwistertreff des VKM erlaufen

 „Eine Spende zu bekommen, ist eine tolle Sache. Aber zu sehen, mit wie viel Herzblut hier alle bei der Sache sind, das ist ungewöhnlich und hat uns sehr berührt“, freut sich Anette Käbe, Geschäftsführerin des Vereins für Körper- und Mehrfachbehinderte Duisburg (VKM). Mit rund 3200 Euro hatten die Teilnehmer des 19. Benefizlaufes das bisher höchste Spendenergebnis der letzten Jahre erreicht.

Die Organisatoren der Traditionsveranstaltung, der LC Duisburg, der ASV Duisburg und der TV Wanheimerort, überreichten Käbe die Spende, gleich nachdem die letzte Laufgruppe im Ziel eingetroffen war. Mit dieser Summe wird der Geschwistertreff des Vereins unterstützt.

Jeder Kilometer, den die über 300 Läuferinnen und Läufer am Sonntag, 4. November 2012, durch den Duisburger Wald liefen, war bares Geld für die Arbeit des Vereins für Körper- und Mehrfachbehinderte. Zusätzlich wurden Suppe, Kuchen und Getränke verkauft, die reißenden Absatz fanden und mit für das tolle Spendenergebnis verantwortlich waren. Allein der Bäckerei Büsch waren unzählige Kuchenbleche zu verdanken, die mit den privat produzierten Leckereien konkurrierten. Udo Schwidders handgeschriebene Urkunden zählen inzwischen zu den beliebtesten Erinnerungsstücken an die Benefizläufe.

Bevor die Gruppen auf die unterschiedlich langen Routen durch den Herbstwald gingen, beschrieb Anette Käbe die Aufgaben, denen sich die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des VKM stellen. Dabei geht es nicht nur um die behinderten Menschen selbst, sondern auch um die Geschwisterkinder. „Sie müssen in den betroffenen Familien oft sehr früh Verantwortung übernehmen und spielen meist nicht die erste Rolle. Beim Geschwistertreff des VKM stehen sie einmal uneingeschränkt im Mittelpunkt“, erklärte Käbe. Sie hätten dabei die Möglichkeit sich auszutauschen und gemeinsam etwas zu erarbeiten oder zu erleben. Die Kinder erfahren ihre eigene Stärke, können Fähigkeiten entdecken oder ausbauen und entlasten nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Familien.

Bei den Veranstaltungen des VKM haben sie einmal Zeit ganz für sich und gewinnen auch Kraft und Selbstbewusstsein, ihren Geschwistern mit Behinderung in der Öffentlichkeit beizustehen.

Anette Käbe bedankte sich bei allen Läuferinnen und Läufern, den Spendern und den Organisatoren der drei Vereine: „Durch Ihre Initiative und Unterstützung können wir den Kindern weiter helfen und den Geschwistertreff auf jeden Fall aufrecht erhalten. Darüber freuen sich nicht nur die Mitarbeiter des Vereins.  

Frank Kopatschek

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